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Köln

ca. 130 km · ca. 1,5 Stunden ab Kirchweiler

Köln ist die nächste Großstadt – und eine, die mehr zu bieten hat, als der erste Blick vermuten lässt. Natürlich ist der Dom das unbestrittene Wahrzeichen, doch daneben wartet eine lebendige Brauhauskultur, ein dichtes Museumsangebot, ein breites Rheinufer und pulsierende Stadtteile, die zum Entdecken einladen. Von Kirchweiler aus sind es rund 130 Kilometer – eineinhalb Stunden auf der Autobahn, und schon liegt die Metropole vor Ihnen.

Kölner Dom

Der Kölner Dom ist eines der bekanntesten Bauwerke Deutschlands und UNESCO-Welterbe. Über 600 Jahre dauerte seine Bauzeit – von 1248 bis zur Vollendung im Jahr 1880. Mit seinen 157 Metern Höhe dominiert er das Stadtbild und ist von fast überall in Köln sichtbar. Der Innenraum beeindruckt durch seine Größe, die gotischen Glasfenster und die mittelalterlichen Kunstschätze.

Besonders lohnenswert ist die Besteigung der Domtürme: Über rund 533 Stufen gelangt man auf eine Aussichtsplattform, die einen weiten Blick über Köln und das Rheintal bietet. Die Schatzkammer des Doms beherbergt einen der bedeutendsten kirchlichen Kunstschätze Deutschlands, darunter den Dreikönigsschrein.

Altstadt & Rheinufer

Unmittelbar neben dem Dom erstreckt sich Kölns Altstadt mit ihren Brauhauskellern, Kneipen und kleinen Gassen. Die Kölner Altstadt ist kein museales Stück Stadt, sondern lebt: Hier treffen sich die Einheimischen zum Kölsch-Trinken, und das zu praktisch jeder Tageszeit. Besonders die Straßen rund um den Heumarkt und den Alter Markt sind lebendig und authentisch.

Das Rheinufer bietet Platz für ausgedehnte Spaziergänge mit Blick auf den Strom, die Schiffe und die gegenüberliegende Seite mit Deutz und der Hohenzollernbrücke. An warmen Tagen verwandelt sich die Rheinpromenade in einen öffentlichen Treffpunkt.

Museen

Köln ist eine der museumsreichsten Städte Deutschlands. Das Museum Ludwig am Dom zeigt eine der bedeutendsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst weltweit – Picasso, Pop Art, amerikanische Abstraktion und deutsche Gegenwartskunst unter einem Dach. Direkt daneben liegt das Wallraf-Richartz-Museum mit alter Meister-Malerei vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert.

Das Römisch-Germanische Museum, das sich momentan in einem Ausweichquartier befindet, während das Stammhaus saniert wird, beherbergt außergewöhnliche Funde aus der römischen Vergangenheit Kölns – darunter das berühmte Dionysos-Mosaik und den Poblicius-Grabmal. Köln war als „Colonia Claudia Ara Agrippinensium" eine der bedeutendsten Städte des Römischen Reiches nördlich der Alpen.

Hohenzollernbrücke

Die Hohenzollernbrücke verbindet Kölns Innenstadt mit dem rechtsrheinischen Stadtteil Deutz und ist die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Deutschlands. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es einen eigenen Weg, von dem aus man einen der schönsten Blicke auf den Dom genießt.

Bekannt sind die Tausenden von Liebesschlössern, die an den Geländern der Brücke befestigt wurden – ein Phänomen, das mittlerweile in vielen Städten Nachahmung gefunden hat, in Köln aber seinen Ursprung hat. Die Brücke ist ein beliebtes Fotomotiv, besonders in der Abenddämmerung mit beleuchtetem Dom.

Kölsch & Brauhauskultur

Kölsch ist mehr als ein Bier – es ist ein Lebensgefühl. Das obergärige, helle Bier wird ausschließlich in Köln gebraut und nach dem Kölsch-Konvent von 1986 nur in der Region als „Kölsch" bezeichnet. Serviert wird es in schmalen 0,2-Liter-Gläsern, den sogenannten Stangen, die der Köbes – der Brauhauskelner – so lange nachfüllt, bis man einen Bierdeckel auf das Glas legt.

Die traditionsreichsten Brauhäuser in der Altstadt – Früh am Dom, Gaffel am Dom und das etwas abseits gelegene Päffgen in der Friesenstraße – bieten neben dem Bier auch deftige Kölsche Küche: Himmel un Äd, Halver Hahn (Roggenbrötchen mit Käse) und Reibekuchen mit Apfelmus.

Shopping

Wer in Köln einkaufen möchte, hat die Qual der Wahl: Die Schildergasse und Hohe Straße sind zwei der meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands mit allen bekannten Ketten. Wer lieber in individuellen Läden stöbert, ist im Belgischen Viertel oder in Ehrenfeld besser aufgehoben – dort gibt es Vintage, lokale Designer, Buchläden und Konzeptläden in einer kreativen Atmosphäre abseits des Massentourismus.

Belgisches Viertel & Ehrenfeld

Das Belgische Viertel westlich des Stadtzentrums ist Kölns kreativstes Quartier: Galerien, Cafés, Restaurants mit internationaler Küche, Vinylplattenläden und Streetart prägen das Bild. Besonders an Wochenenden ist die Aachener Straße und die Brüsseler Straße belebt. Wer Köln jenseits von Dom und Altstadt kennenlernen möchte, ist hier richtig.

Ehrenfeld, ein ehemaliges Arbeiterviertel, hat sich in den letzten Jahren zu einem kulturellen Hotspot entwickelt: Clubs, Kunsträume, vegane Restaurants und kreative Unternehmen haben sich angesiedelt. Für Tagesausflügler bietet Ehrenfeld einen interessanten Einblick in das zeitgenössische Köln.

Für Familien

Wer mit Kindern nach Köln fährt, hat ebenfalls einige Optionen. Das Schokoladenmuseum am Rheinufer ist eines der meistbesuchten Museen Deutschlands und zeigt auf unterhaltsame Weise die Geschichte der Schokolade – mit einem Schokoladenbrunnen als Highlight. Der Kölner Zoo liegt nicht weit vom Stadtwald entfernt und ist gut erreichbar.

Wer noch weiter fahren möchte: In Brühl, gut 20 Kilometer südlich von Köln, liegt Phantasialand – einer der bekanntesten Freizeitparks Deutschlands. Kombiniert mit einem Kölnbesuch am Vor- oder Nachmittag ein voller Familientag.

Anreise ab Kirchweiler

Von Kirchweiler fahren Sie Richtung Daun, dann über die A1 (Richtung Trier/Köln) oder alternativ über die A61 (Koblenz) nach Köln. Die Strecke beträgt rund 130 Kilometer und ist in normaler Verkehrslage in ca. eineinhalb Stunden zu bewältigen. Auf der A1 sollte man möglichst früh starten – die Autobahn ist besonders nachmittags Richtung Köln stark frequentiert.

Empfehlenswert ist die Nutzung des Park & Ride-Systems: Parken Sie an einem der Endbahnhöfe der Kölner U-Bahn (z. B. in Frechen oder Hürth) und fahren Sie mit der S-Bahn oder U-Bahn in die Innenstadt. Das spart Parkgebühren und Nerven bei der Suche nach einem Stellplatz.

Tipps für den Tagesausflug

Starten Sie früh – der Kölner Dom ist morgens noch ruhig, die Touristenströme setzen gegen Mittag ein. Ein Frühstück in einem Café nahe dem Dom und dann ein Besuch des Doms und der Schatzkammer ergibt einen guten Start in den Tag. Nachmittags lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadt oder ins Belgische Viertel, bevor man am frühen Abend die Rückreise antritt.

Köln ist gut mit einem Tagesthema zu planen: Museumsliebhaber verbringen den Tag im Museum Ludwig und Wallraf-Richartz; Kölsch-Fans erkunden Brauhäuser und Altstadt; Familien kombinieren Dom mit Schokoladenmuseum; Shopper konzentrieren sich auf Innenstadt und Belgisches Viertel.

Köln als Tagesausflug aus der Vulkaneifel – unsere Ferienwohnung in Kirchweiler liegt ca. 130 km entfernt. Eine anderthalb Stunden Fahrt, und die Metropole wartet.